Stütings Mühle

Die Geschichte des „Historischen Ensembles Stütings Mühle“ geht bis in das Spätmittelalter zurück. Bereits in einer Urkunde aus dem Jahr 1307 wird eine „bei der Stadt gelegene Mühle“ erwähnt; – in der Urkunde spricht Erzbischof Heinrich II. von Köln als Landesherr dem Propst von Belecke das alleinige Recht zu, Mahl-, Säge- und Ölmühlen zu errichten. Erst etwa fünf Jahrhunderte später im Jahr 1803 verlor die Belecker Pfarrei dieses Recht im Rahmen der Säkularisation. Die Propstei-Mühlen wurden danach 1813 von der Familie Stüting gepachtet und im Jahre 1845 käuflich erworben.
Viel Veränderung

1850 – 1984

Um 1850 wurde die Stüting´sche Mahlmühle von drei kleineren Wasserrädern angetrieben, die Sägemühle und der Lohndreschkasten vom großen Wasserrad, das ein Gewicht von 2,5 t, einen Durchmesser von 4,20 m und eine Radbreite von 1,50 m hat und bis heute eines der Wahrzeichen Beleckes ist. Im Jahr 1905 wurden die drei kleineren Räder demontiert und durch eine Francis-Schachtturbine ersetzt. Dadurch wurde es möglich, mittels Turbine und Dynamo Strom zu erzeugen, und zwar so viel, dass bereits damals ein Teil des Stroms in die Belecker Straßenbeleuchtung eingespeist werden konnte. 1958 wurde erst der Mahlbetrieb und 1962 dann die Sägerei und das Lohndreschen eingestellt. 1964 erfolgte der Abbruch der alten Mahlmühle, an deren Stelle ein neues Wohnhaus errichtet wurde. Danach verfielen die Anlagen und mit ihnen das große Mühlrad. Etwa 20 Jahre später im Jahr 1983 gründete sich dann der bis heute aktive „Arbeitskreis Mühlrad“, um das Rad zu retten und zu erhalten. Bereits ein Jahr hieß es „Uese Müehlenra löppet wuier!“ – das restaurierte Rad drehte sich wieder. Ebenfalls im Jahr 1984 wurde der Gesamtkomplex “Stüting´sche Mühle” in die Liste der Baudenkmäler der Stadt Warstein eingetragen. Als kurze Begründung dafür ist in den Akten zu lesen: “Das alte Wohnhaus mit Wasserrad stammt aus der Zeit von 1800. Der Komplex ist bedeutend für die Entwicklung der Arbeits- und Produktionsverhältnisse im Belecker Raum.” Um die Arbeits- und Produktionsverhältnisse dieser Zeit erlebbar zu machen, setzte der „Arbeitskreis Mühlrad“ in den nächsten Jahren das Sägegatter und die Turbine wieder instand und restaurierte die Gebäude.
Seit 1307
Der heutige Stand

1986 – Heute

1986, nach dem Tod von Dr. Heinrich Stüting, ging das gesamte Ensemble dann als Erbgut in den Besitz der Stadt Warstein über. 1994 richtete die Stadt im Gebäude der alten Fruchtscheine die „Städtische Bücherei Stütings Mühle“ ein. Seit 2014 investiert der Kultur- und Heimatverein BADULIKUM e.V. in das Ensemble; – zunächst wurde die Naturbühne errichtet, von 2016 – 2018 der „Kleine Speicher“ denkmalgerecht rück- und wiederaufgebaut, 2019 die Wasserkraftanlage modernisiert und digitalisiert und von 2019 – 2021 der Stollenbunker erschlossen. Im Jahr 2020 bekam der Kultur- und Heimatverein Teile des Gebäudekomplexes als wirtschaftliches Eigentum übertragen und bietet thematische Führungen auf dem Gelände an. Das Ensemble besteht heute aus dem ehemaligen Wohnhaus der Familie Stüting, dem älteren Fachwerk-Wohnhaus, der ehemaligen Fruchtscheune, dem Gebäude der alten Sägemühle, dem “Kleinen Speicher”, der Naturbühne und der Bunkeranlage im Propsteiberg.

Sägen mit Wasserkraft

Naturbühne Stütings Mühle

Stadtbücherei Belecke

Stromerzeugung durch Wasserkraft

Büro des Ortsvorstehers

Mühlrad

Historischer Stollenbunker

Denkmal “Kleiner Speicher”

Infos Downloads & vieles mehr

Digitaler Ausstellungsraum

Im digitalen Ausstellungsraum finden Sie alle Info-Tafeln und einen fünfteiligen Film, also die Medien, mit denen Sie zu Beginn einer Führung oder Besichtigung in das jeweilige Thema eingeführt werden. Informieren Sie sich vorab!

Videos

Die Geschichte des
„Historischen Ensembles“

Das Kriegsende in Belecke

Einführungsfilm
Der Stollenbunker

Die Zeitzeugen

Die historische Einordnung
(2. Weltkrieg)

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Kontakt

Hans-Jürgen Raulf
Sellerweg 48
59581 Warstein-Belecke

  • 02902 / 75963

  • vorsitzender@badulikum.de

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